Willkomen Frühling im Neuseeland

Der Winter ging langsam zu Ende. Wir verbrachten unsere letzten Tage in den Bergen, doch man spürte bereits, wie die Wärme zurückkam. Ende September beendeten wir unsere Arbeit im Skigebiet und fuhren danach für eine Woche zu unserem Freund Martin nach Christchurch, den wir schon sehr vermisst hatten. Leon wurde in den letzten Wochen der Saison richtig krank, deshalb tat es uns unglaublich gut, Zeit im Haus unseres Freundes zu verbringen, einem Ort, an dem wir uns immer willkommen und geborgen fühlen. Und die wunderschöne Frühlingsenergie war schon überall spürbar!

Hier mit Ms. Mabel, wir fühlen uns wieder zu Hause in Martins Haus.

Als wir Martin in Christchurch verliesen hatten wir schon einen neuen Job in Aussicht. Anfang Oktober starteten wir wieder, diesmal in einer Apfelplantage in einem kleinen Ort namens Motueka. Der Weg dorthin in den Norden führte uns durch die mittlerweile grün gewordenen Berge und wir verbrachten unsere erste Nacht im Van, nach der Winterpause.

Es bereitete uns große Freude wieder mit unserem Van unterwegs zu sein und die Wärme des Frühlings auf der Haut und in der Aussicht zu spüren. Lustigerweise wurden wir am nächsten Tag von zwei alten Freunden, aus unserer Zeit in Gisborne, mit ihrem quitchgelben Auto überholt. Das überraschende Widersehen haben wir mit einer weiteren Campingnacht und einem gemeinsamen Abendessen gefeiert. Wir haben auch Motueka zusammen entedeckt, das war ulta schön.

In Motueka angekommen, stellte uns die Firma, bei der wir arbeiten sollten, einen Platz zum Übernachten mit unserer Van zur Verfügung, inklusive Küche, Badezimmern und einem kleinen Gemeinschaftsraum. Hier ein paar bildern von die Terrase der Unterkunft.

Die Saison begann, und wir arbeiteten wieder mit unseren «geliebten» Apfelbäumen. Doch noch trugen sie keine Früchte, sondern waren voller Blüten, die wir herausrupfen sollten. Gleichzeitig füllte sich die Unterkunft Woche für Woche mit mehr Reisenden, bis wir irgendwann fast 30 waren. Besonders schön war, dass eine Freundin von uns aus Gisborne ebenfalls dazu kam, um dort zu arbeiten, aber vor allem, um uns wiederzusehen. Pepe und ihre Freundin Justine machten den Frühling für uns noch heller.

Diese wunderschönen Frühlingssonnenaufgänge waren gute morgen Motivation vor den langen Arbeitstagen.

Leon, der einen mini Mittagsschlaf in der Mittagspause macht; hard work..

Schon am ersten sonnigen und warmen Wochenende machten wir unseren ersten Ausflug zu einem paradiesischen Strand, nur 20 Minuten von unserem Zuhause entfernt. Das Meer war noch eiskalt aber jede Sekunde im blauen Wasser war es wert.

Mit der Zeit entstand eine kleine Gemeinschaft in unserer Unterkunft. Wir kochten zusammen oder für einander, führten lange Gespräche, unternahmen an den Wochenenden Ausflüge zusammen und gingen gemeinsam campen. Die Umgebung von Motueka ist wie ein riesiger Nationalpark, voller Natur, Wanderpfaden und interessanter Orte zum Entdecken. Dank der immer wärmer werdenden Temperaturen kühlten wir uns häufig im Fluss und im Meer ab und wurden gnadenlos von den neuseeländischen Mücken und Sandfliegen zerstochen, die uns keine Ruhe ließen. Nichtsdestotrotz machten wir mit unserer neuen Freundesgruppe nette Lagerfeuerabende mit unglaublich gutem Essen und toller Gesellschaft. Ein perfekter Start in den Frühling und in die warme Jahreszeit. Wir haben die Freundschaften und das Zusammensein sehr genossen und uns mit ganz viel Liebe aufgeladen.

Unser Plan war, ein paar Wochen in Motueka zu bleiben, um noch etwas Geld zu sparen, während wir bereits das Ende unseres Visums im November spürten. Die Gemeinschaft, die sich in unserer Unterkunft entwickelte, tat uns so gut, dass wir beschlossen, unser Visum zu verlängern. Wir wollten noch mehr Zeit mit dieser Community verbringen, entspannter sein und unsere Van in der Hochsaison vor Weihnachten verkaufen. Und einen weiteren Sommer hier genießen!

Nach all der Gemeinschaft, guter Gesellschaft, Freundschaften, Gesprächen, Lachen, Spielen, Grillabenden und Nähe, aber auch harter körperlicher Arbeit unter der Sonne wurden die Arbeitsbedingungen zunehmend anstrengender. Lange Tage von 9,5 Stunden machten sich bemerkbar, und die intensive Sonne forderte ihren Tribut. Insgesamt blieben wir zwei Monate in Motueka. Ende November entschieden wir uns dann aber weiterzuziehen, denn wir wollten zurück auf die Nordinsel, unsere Van verkaufen und unsere letzte große Reise auf der Straße genießen.

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