Winter auf einem Skigebiet «Porters Alpine Resort» (etwas spät aber endlich da!)

Lange ist’s her, seit wir etwas geschrieben haben.. also hier kommt endlich ein kleines, chaotisch-liebevolles Update darüber, wie unser Abenteuer im Skigebiet war. ❄️⛷️

Ende Juni war es endlich so weit. Wir bezogen unsere Unterkunft in dem kleinen Dorf «Sheffield», dass eine dreiviertel Stunde außerhalb Christchurch liegt. Wir hatten richtig viel Glück mit unserem Haus, dass wir uns mit vier Arbeitskollegen aus Frankreich, Australien und Neuseeland teilen sollten. Mit heilen Fenstern, einem schönen Kamin und einem Esstisch hat es uns weit besser erwischt als so manchen anderen Kollegen. Außerdem mussten wir nur eine Minute zum morgendlichen Abholpunkt des Mitarbeiterbusses laufen.

Leon arbeitete im Café als Koch und ich im Büro. So lernten wir nach und nach unsere Kolleg:innen kennen, mit denen wir die ganze Saison verbringen und zusammen leben würden. Mit der Zeit und dank der vielen außerarbeitlichen Aktivitäten wuchsen uns viele der Menschen richtig ans Herz.

Am dritten Arbeitstag hatte ich die Chance, meine erste Snowboardstunde zu nehmen.
Einer der großen Vorteile, dort zu arbeiten, war, dass wir kostenlosen Unterricht nehmen durften. Es war das erste Mal in meinem Leben, dass ich Schnee in Kombination mit Sport und überhaupt das tägliche Leben in den Bergen erlebte.
Leon, voller Energie und Begeisterung, schnappte sich gleich seine Skier und stürzte sich ins Vergnügen.

Ein paar Tage später wurde im Restaurant des Resorts, das auch als Hotel dient, eine Mitarbeiterparty organisiert. Wir wurden in Gruppen eingeteilt und mussten verschiedene Aufgaben erfüllen, um Punkte zu sammeln. Manche davon waren super lustig, andere eher herausfordernd wie zum Beispiel in den eiskalten Fluss zu springen (was Leon tatsächlich tat, haha), 1000 Katzen zu zeichnen oder ein Lied bzw. eine Choreografie zu erfinden. Es war ein unglaublich lustiger Abend und die perfekte Gelegenheit, die Kolleg:innen auch außerhalb der Arbeit besser kennenzulernen.

Die Tage voller Arbeit, Training, Freundschaften und gemeinsamer Zeit in Porters vergingen, und schneller als erwartet neigte sich die Saison auch schon dem Ende zu. Da es in diesem Jahr nur wenig Schnee gab, nutzten wir jeden einzelnen verschneiten Tag voll aus.
Jeden Morgen fuhren wir eine dreiviertel Stunde mit den Arbeitskolleg:innen, die längst zu Freund:innen geworden mit dem Bus hinauf. Natürlich mit Mate in der Hand Morgens war es meist noch etwas ruhiger im Bus. Abends allerdings war die Stimmung dann aber schon ausgelassener und witzig.

Jede Woche wurde von jemandem eine kleine Party organisiert, denn alle rund 80 Mitarbeiter:innen wohnten in kleinen Dörfern, höchstens zehn Minuten voneinander entfernt. Das machte es leicht, sich nach der Arbeit oder an freien Tagen zu treffen.

Später kündigte Porters an, dass zweimal im Monat nach der Arbeit “Staff Laps” stattfinden würden. Das bedeutete, dass wir nach Feierabend, nachdem die Gäste das Skigebiet verlassen hatten, gemeinsam mit allen Kolleg:innen mit dem Sessellift zum ersten Gipfel fuhren. Die Pistenraupe glättete zuvor die Strecke perfekt und dann ging es für uns alle gemeinsam mit Ski oder Snowboard hinunter. Unten angekommen, warteten Burger, Würstchen und Bier auf uns.

Meine erste Staff Lap war einfach unglaublich. Ich war noch Snowboard-Anfängerin und übte (viel 😅) meistens im Anfängerbereich, dem flachsten Teil des Skigebiets. Aber ich machte gute Fortschritte und das Beste war, dass mein Abteilungsleiter uns erlaubte, während der Arbeitszeit kleine Pausen einzulegen, um zu üben. Ich nutzte das voll aus und konzentrierte mich auf Technik und Training.

Natürlich gab es auch schwierige Zeiten. Leon verletzte sich beim Snowboarden am Handgelenk und musste einige Wochen pausieren, dazu kam später noch eine starke Grippe keine einfache Phase für ihn.

In einer der letzen Wochen, haben uns mein Freund Tomi und seine Freundin Aby aus Gisborne besucht. Es war schön zu genießen, und alter Freundschaften wieder zu sehen.

Leon hat sein musikalisches Talent gezeigt und bei einer der letzten Partys als DJ aufgelegt. Die Stimmung war unglaublich alle hatten riesigen Spaß und waren super glücklich. Definitiv die beste Party!

Wer hat alle Pie gegessen???

😄 Das Schwierigste war, uns vom besten Pie-Shop überhaupt zu verabschieden, der auch noch in unserem Dorf steht. Das war echter Schmerz!
Leon zwar noch ein bisschen krank, aber der Hunger lebte weiter!

Die letzten Tage wurden etwas herausfordernder: Das Wetter wurde schlechter, die Bedingungen in den Bergen immer schwieriger. Der Frühling kam näher und wir spürten deutlich, dass die Saison bald vorbei war. Aber natürlich durfte eine Abschiedsparty nicht fehlen und am letzten Tag auf dem Berg haben wir so viel gelacht, viel gesnowboardet und die Zeit mit unseren Kollegen richtig genossen.

Wir verabschiedeten uns von unseren Kolleg:innen, von neuen Freundschaften und machten uns wieder auf den Weg. Zum Glück fanden wir schnell neue Arbeit in einer Apfelplantage, und so war klar: Die Wintersaison war vorbei.
Mit vielen Erlebnissen, neuen Menschen und wertvollen Erfahrungen im Gepäck sagten wir auf Wiedersehen, bereit in das nächste Kapitel zu starten.

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