24.11. – 21.12.2024
Dank meines guten Freundes Tomi haben wir Arbeit auf einer Farm gefunden. Wir sind an einem Sonntagabend in Gisborne angekommen, in einer Unterkunft, die direkt neben einem Apfelfeld liegt und von der Firma bereitgestellt wird. Noch am selben Abend haben wir den Arbeitsvertrag unterschrieben und sollten am nächsten Tag um 7 Uhr morgens anfangen. Alles ging so schnell, dass wir kaum glauben konnten, dass wir schon wieder zurück im «Erwachsenenleben» waren – nach zwei Monaten in Argentinien im Urlaubsmodus mit langen Mittagsschläfchen, gutem Essen, Fußball und viel Zeit mit Freunden und Familie. Aber wir waren motiviert, und ich persönlich war sehr glücklich, mit meinem guten Freund zusammen arbeiten zu gehen.
Tomi ist ein guter Freund von mir aus Argentinien, wo wir gemeinsam Acroyoga trainiert haben. Dort haben wir viel Zeit zusammen verbracht und eine enge Freundschaft aufgebaut. Er persönlich hat sich riesig gefreut, uns hier zu sehen, Leon kennenzulernen und Zeit miteinander zu verbringen. Jeden Morgen sind wir um 5 Uhr aufgestanden, haben zusammen gefrühstückt und sind dann drei Minuten zur Farm gelaufen.
Am Anfang klang die Arbeit einfach und machbar, aber auch sehr monoton. Ich hatte noch nie zuvor Äpfel ausgedünnt, es war also eine komplett neue Erfahrung – ebenso wie die körperliche Arbeit, 9 Stunden täglich draußen mit viel Sonne. Neuseeland ist einer der Orte auf der Welt mit einer sehr dünnen Ozonschicht, was bedeutet, dass wir viel Sonnencreme verwenden und uns vor der Sonne schützen mussten. Aber wir haben uns schnell an die Arbeit gewöhnt. Leon war eine wahre «Thinning-Maschine». Er hat sich richtig ins Zeug gelegt, weil es möglich war, nach Produktionsleistung bezahlt zu werden, und er wollte dieses Ziel unbedingt erreichen – und er hat es tatsächlich geschafft!
Nach der Arbeit fuhren wir oft zu einem der in der nähe gelegenden Stränden, wo wir uns braun und manchmal auch rot branten und mit den Arbeitskollegen Mate tranken.
Nach mehreren Monaten ohne Arbeit kehrten wir schließlich wieder ins Arbeitsleben zurück. Zum Glück machte es aber Spaß. Es war körperliche und monotone Arbeit, aber die Routine, neun Stunden am Tag die gleiche Aufgabe zu erledigen, gab uns Zeit zum Nachdenken, Danken und Reflektieren – oder einfach meine Gedanken schweifen zu lassen. Die Chefs schickten uns zur Arbeit, egal wie das Wetter war. So arbeiteten wir an sonnigen Tagen mit 29 °C, aber auch an Regentagen, an denen wir komplett durchnässt und schließlich krank wurden.



Am 16. Dezember war mein Geburtstag, und da dieser auf einen Montag fiel, mussten wir den ganzen Tag arbeiten. Wir nutzten jedoch das Wochenende, um schöne Dinge zusammen zu unternehmen. Auf Sanstag übernachteten wir mit unserem Van direkt am Strand, um früh aufzustehen und den Sonnenaufgang zu beobachten. Aber da wir ihn bereits am Wochenende davor bewundert hatten, schliefen wir nach ein paar Minuten, in denen wir das Meer beobachtet hatten, wieder ein. Fast den ganzen Tag verbrachten wir am Strand – unter strahlender Sonne und spielend in den Wellen. Am Sonntag bestiegen wir einen Hügel, wo wir uns an einen Tisch setzten, um Mate zu trinken und zu schreiben. Leon machte ein paar schöne Fotos mit meiner Drohne, und abends machten wir Pizza auf dem Grill zusammen mit den Mitbewohnern des Hauses.
In unserer letzten Woche in Gisborne regnete es jeden Tag. Deshalb konnten wir nicht die üblichen Stunden arbeiten und hatten etwas mehr Freizeit. An einem dieser Tage fuhren wir mit Tomi zu einer mobilen Sauna am Strand, die bis zu 90 Grad heiß wurde. Nach jedem Saunagang rannten wir mit unserem aufgeheizten Körper ins Meer, wo hohe Wellen und die Flut auf uns warteten. Das hat bei dem grauen Wetter echt Spaß gemacht und wir hätten keinen besseren Tag für dieses Erlebnis wählen können.



So hier verabschiede ich mich nun mit diesem Dronenvideo von Leon.
Liebe Grüße an alle, die un hier begleiten 🙂
P.S.: Tomi hat ein paar sehr coole Fotos von uns geschossen. Er hat einen eigenen Instagram Account für seine Bilder. @unique.moment.photos heißt seine Seite. Schaut gerne mal vorbei.









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