Erste Woche in Auckland

12.11. – 23.11.2024

Unsere ersten Tage in Neuseeland – Ankunft, Sauna, asiatisches Essen und ein neues Zuhause

Es war 5:30 Uhr morgens, als wir am Flughafen in Auckland gelandet sind. Immer noch verwirrt wegen der Zeitverschiebung, denn für uns war es seit ca. 24 Stunden «Nacht». Unser Flug startete am Montag um 00:40 Uhr und wir kamen am Dienstag um 5:30 Uhr morgens an. Das Gefühl war ziemlich seltsam, denn wir hatten am Sonntagabend in Chile den Flughafen betreten und fanden uns direkt am Dienstagmorgen in Auckland.

Der Flug war zum Glück sehr angenehm. Das Personal von LATAM Airlines war unglaublich freundlich. Leon hat gleich zweimal nach Essen gefragt (der hungrige Leon, haha), und die Flugbegleiterin war so lieb, dass sie uns jedes Mal extra Essen brachte, immer mit einem Lächeln und einem kleinen Witz über den «hungrigen Passagier». Wir konnten etwas schlafen und auch einen Film schauen, aber natürlich war der Flug trotzdem lang.

Erste Stunden in Auckland – Wohin mit den Rucksäcken?

In Auckland mussten wir uns erstmal 12 Stunden lang selbst beschäftigen, da unsere Gastfamilie uns erst um 18:30 Uhr abholen konnte – sie waren noch bei der Arbeit. Aber was macht man so lange mit zwei riesigen Rucksäcken + Handtaschen in einer fremden Stadt? Die Antwort war schnell gefunden: Sauna! Das war für uns die perfekte Lösung – günstig, entspannend und genau das, was wir nach dem langen Flug brauchten.

Das Coolste war, dass die Schwimmbäder in Auckland kostenlos sind! Wir haben nur einen kleinen Betrag extra bezahlt, um die Sauna zu nutzen. Es war aber ganz anders als in Deutschland. Es gab dort ca. fünf kleine Pools im selben Raum, einen kleinen Warmwasserpool und zwei Saunen – eine für Männer, eine für Frauen. Und natürlich, typisch «non-european», durfte man dort nicht nackt sein 😅. Trotzdem war es die perfekte Erholung nach dem langen Flug und genau das, was wir brauchten, um Energie zu tanken. Die Rucksäcke fühlten sich danach auch nicht mehr ganz so schwer an. (Wir sind übrigens immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren, was mit den Rucksäcken nicht gerade einfach ist!)

Der Bärenhunger kommt!

Nach den langen Stunden im Pool und in der Sauna kam natürlich der Hunger – ein richtiger Bärenhunger! Glücklicherweise befanden wir uns in einem Stadtteil mit einer asiatischen Community. Ein paar Lokals empfahlen uns, den «Food Court» in der Nähe zu besuchen. Dort gab es wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Wir haben uns eine große Portion Essen geholt und saßen endlich mit einem richtigen Teller in der Hand – das fühlte sich nach so vielen Stunden unterwegs einfach gut an. Zugegeben, das Essen war vielleicht nicht das Allerbeste, aber die Umstände machten es zu einer wahren Genuss-Mahlzeit.

Ankunft im ersten Zuhause in Neuseeland

Dann war es endlich soweit: Wir machten uns auf den Weg zu unserem ersten Zuhause in Neuseeland. Dorothy, Joe, Mady, Tina und Jericho warteten mit offenen Armen auf uns. Dorothy – oder «Duaba», wie ihr afrikanischer Name lautet – hatte für uns ein leckeres, traditionell afrikanisches Essen gekocht. Obwohl wir nach der asiatischen Mahlzeit eigentlich schon satt waren, konnten wir bei so viel Herzlichkeit einfach nicht «Nein» sagen. Es war ein so liebes Willkommensessen, dass es uns tief im Herzen berührt hat.

Die ersten Tage in Auckland – Jetlag, Wetter und die berüchtigten öffentlichen Verkehrsmittel

Die ersten Tage in Auckland waren ehrlich gesagt etwas stressig. Der Jetlag machte uns zu schaffen, das Wetter war grau und regnerisch, und der öffentliche Nahverkehr war – wie soll ich es sagen – schrecklich. Und das, obwohl wir aus Südamerika kommen, wo der ÖPNV auch nicht perfekt ist, aber definitiv seine Vorteile hat. Trotz all dieser kleinen Herausforderungen war das Heimkommen zu Dorothy und ihrer Familie wie eine Umarmung – sie warteten fast jeden Abend mit einem warmen Essen auf uns. Es fühlte sich an wie ein echtes Zuhause, mit einer so liebevollen und familiären Atmosphäre, dass es alle unsere Sorgen wegwischte.

Unser größtes Abenteuer: Der Kauf unseres Vans

Nach tagelanger Suche auf Facebook und lokalen Webseiten haben wir schließlich unser neues «Zuhause auf Rädern» gefunden: einen Toyota Hiace von 1995! Unser neuer Van hatte alles, was wir brauchten: eine Photovoltaikanlage mit Zweitbatterie, einen Kühlschrank, ein Bett, eine kleine Küche und einen Gaskocher. Alles war bereit, um das Leben im Van zu beginnen. Natürlich gab es viele kleine Dinge, die wir gerne ändern würden, aber unser Erspartes war fast vollständig für diese große Investition draufgegangen.

Leider mussten wir unser Budget noch weiter ausreizen, da wir den Van zum Service brachten. Dort stellte sich heraus, dass die Bremsbeläge erneuert werden mussten – eine unerwartete Ausgabe, die uns ein bisschen aus der Bahn warf. Aber naja, so ist das Leben im Van – es beginnt immer mit einem kleinen Abenteuer.

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