07.10. – 22.10.2024
Die Stadt, in der ich in meinem Austausch ein Jahr lang gelebt habe und zur Schule gegangen bin, wo ich in mehreren Familien gelebt, ganz viele Freundschaften geschlossen und sogar eine Beziehung geführt habe. Wo ich Spanisch gelernt habe und sich mein Interesse für Südamerika entwickelt hat. Diese Stadt ist meine argentinische Heimat und weil ich nun schon seit fünf Jahren nicht mehr zu Besuch war, bin ich doch ein wenig aufgeregt gewesen.
Nach einem knapp zweistündigen Flug von Salta nach Puerto Iguazu, wo die weltberühmten Wasserfälle sind, bin ich zumindest schonmal in der Provinz gelandet. Etwa sieben Stunden und zwei Busfahrten später bin ich dann endlich am Busbahnhof Posadas angekommen und wurde von Adrian, meinem Gastvater dort abgeholt.
Nach zwei gemeinsamen Tagen, musste Adrian vereisen, so dass ich mich bei meinem Freund Gaston und seinen Eltern einquattierte. Seine Eltern haben mich sehr herzlich aufgenommen und verplegt. Direkt beim Einzug wurde mir schon fast streng gesagt, dass ich einfach alles nehmen und essen darf und ja nicht nachfragen soll. Su casa es mi casa. An den Sonntagen wurde natürlich traditionellerweise mit der Familie groß gegrillt und getrunken.
Von meinem neuen Zuhause aus konnte ich gut meine Unternehmungen starten und meine Freunde treffen, die entweder direkt zu uns kamen oder in nah der Nachbarschaft wohnen. Wie früher trafen wir uns zum Kartenspielen, gemeisamen Grillen oder Fussball spielen. Oft bis echt spät in die Nacht, so dass sich mit der Zeit ein Schlafmangel anstaute.


Einen kleinen Abstecher habe ich auch nach Paraguay machen können. Da Posadas diekt am Grenzfluss liegt, kann man ganz einfach mit einem Linienbus die zwei Kilometer lange Brücke über den Parana überqueren. Einmal auf der anderen Seite angekommen brauchte ich nur noch ein bisschen Geld wechseln, was als Europäer einfach ist, weil dich alle zwei Minuten eine Geldwechsler auf der Straße anspricht, und dann saß ich schon im Bus auf dem Weg in das kleine Dorf Buena Vista. Dort wohnt nämlich Eli. Sie war die Haushälterin in meiner zweiten Gastfamilie und bei meinen letzten Visiten habe ich es leider nie geschafft sie auch mal in ihrem zu Hause zu besuchen. Ihre Freude war riesig und ich wurde direkt dem halben Dorf vorgestellt. Wir saßen den ganzen Tag zusammen, haben in Erinnerungen geschwelgt, Mate getrunken und zusammen gegessen. Doch Abends musste ich mich wieder auf den Weg zurück nach Posadas machen. Das war ein kleines Abenteuer. Der Bus kommt nämlich wenn er kommt. Es gibt keinen Fahrplan oder feste Uhrzeiten. Also stand ich gut eineinhalb Stunden im Regen an einer Landstraße, in einem mir fremden Land, ohne Handyempfang und nur mit der Hoffnung, dass der Bus bestimmt gleich kommen würde. Das tat er dann zum Glück auch.
In meiner Zeit in Posadas konnte ich endlich ganz viele mir liebe Menschen wiedersehen und erleben. Natürlich waren zwei Wochen wieder zu kurz, um wirklich alle, die ich sehen wollte zu treffen aber die Reise geht wieder weiter. In Salta warten Carolina und ihre Familie und Freunde schon auf mich.
Also wieder mit dem Bus zurück nach Puerto Iguazu, diesmal spät abends, wo ich dann fünf Stunden auf das erste Airportshuttle des Tages gewartet habe, um schließlich, aus Angst den Flieger zu verpassen, dann doch das Taxi zu nehmen.
Zum Schluss, lasse ich euch noch dieses Video von einem entspannten Sonntagmittag aus Posadas hier.







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