Unserer Zeit im Salta: Besuch aus Deutschland, Freunde und Familie

17.09. – 04.10.2024

Die Tage in Salta begannen zu verfliegen, und Leon und ich hatten jeden Tag etwas vor, sei es mit Freunden oder Familie. Bereits am ersten freien Abend kamen meine besten Freunde Pablito und Chino zu Besuch ins Haus meiner Großeltern, um bei einem Glas Wein lange Gespräche in der kalten saltenischen Nacht zu führen. Doch die Tage wurden immer wärmer, und wir genossen die Zeit am Pool im Haus meiner Mutter und natürlich das Zusammensein mit der Familie.



In unserer ersten Woche in Salta spielten wir Fusßball und lernten wir Paddle spielen. Eine Art indoor Tennis, die sehr bekannte in Argentinien ist.

Das «Familienfußballspiel» wurde zu einem großen Event, bei dem auch meine Freunde dabei waren. Wir spielten ein 11er-Match zusammen mit meinem Opa, meiner Schwester Mari, Onkeln, Cousins und deren Partnern. Schon nach wenigen Minuten wurde das Spiel ziemlich intensiv, da einige Spieler – einschließlich Leon – sich sehr ehrgeizig zeigten. Leon fühlte sich be reits so wohl, dass er meinen «esslustigen» Onkel und meinen Schwager neckte. Er war schon ein richtiger Argentinier mit Trikot und seinen langen Beinen, die ihn wie eine Gazelle über das Feld flitzen ließen. Wir spielten, bis es so dunkel war, dass wir den Ball nicht mehr sehen konnten, während die Zuschauer uns mit Mate, Obst und kleinen Snacks am Spielfeldrand anfeuerten.

Leider hatten Leon und ich einen kleinen Rückschlag und wurden krank. Vermutlich war es die Kombination aus neuem Essen, vielen Emotionen und Reisen – unser Körper sagte einfach: «Stopp». Das war für uns traurig, da wir die Zeit so sehr genossen, und bald sollten auch noch Besuch aus Deutschland eintreffen aber wir sind mit meiner Mama geblieben und sie hat auf uns richtig gut aufgepasst.

Meine beste Freundin Juli und ihre Schwester Mathilda kommen nach Salta

Eine der Menschen, die mein Herz in Deutschland erobert haben, ist meine gute Freundin Juli. Wir lebten zusammen in Dresden, der Stadt, in der ich mein deutsches Zuhause fand. Ein großer Teil davon war dank Juli, die mich vom ersten Moment an mit einem warmen und aufrichtigen Umarmung willkommen hieß – eine Umarmung, die ich nie vergessen werde.
Als ich Juli erzählte, dass ich meine Reise um die Welt antrete und Dresden verlassen werde, hatte sie die Idee, mich in Salta zu besuchen. Wir hatten immer darüber gesprochen, wie schön es wäre, wenn sie meine Familie und Freunde kennenlernen könnte, da sie mir und Leon in Deutschland ihre Familie im Freiburg vorgestellt hatte. Als Juli mir schließlich sagte, dass sie für zwei Wochen mit ihrer Schwester Mathilda nach Salta kommen wollte, konnte ich es kaum glauben! Mein Herz war voller Freude – nicht nur, weil Juli meine Herzensschwester ist, sondern auch, weil ich ein Stück meines Lebens in Deutschland mit meinen Liebsten in Salta teilen konnte.
Juli und Mathilda integrierten sich schnell in das Leben in Salta. Bereits an ihrem ersten Wochenende lernten sie meine ganze Familie bei der traditionellen «Pizza-Nacht» im Haus meiner Mutter kennen. Ihren ersten Sonntag verbrachten wir am Dique Cabra Corral der großte Stausee im Salta 2 stunden fern von der Stadt, im Haus meines guten Freundes Matuca, zusammen mit Freunden und Bekannten. Obwohl Leon und ich noch ein wenig krank waren, machten wir unseren ersten kleinen Roadtrip. Wir grillten ein veganes Barbecue, das hervorragend schmeckte, und genossen unser Essen mit Blick auf den Stausee. Aber vorher mussten wir natürlich ins Wasser springen, und so schwammen wir alle gemeinsam im Dique – ein einfach magischer Moment. Ich war überglücklich, meine besten Freunde zusammen mit meinen geliebten Menschen aus Deutschland an diesem wunderschönen Ort vereint zu sehen

Einige Tage später packten wir unsere Sachen und begannen unsere „Tour durch Salta für die Deutschen“. Wir machten die traditionelle „Runde durch die Valles Calchaquíes“. Unsere Reise führte uns durch die Berge und erreichte eine Höhe von etwa 3400 Metern über dem Meeresspiegel. Die Landschaft verändert sich ständig, je weiter man sich von der Stadt entfernt. Irgendwann erreicht man den «Parque Nacional los Cardones», einen Nationalpark, der ein großes Schutzgebiet für Kakteen ist. Diese gesamte Region kann Höhen von bis zu 5500 Metern über dem Meeresspiegel erreichen.

Unsere erste Nacht verbrachten wir in Cachi, einem meiner Lieblingsorte in Salta. Wir fuhren etwa fünf Stunden durch die Berge. Die Andenkordillere war einfach atemberaubend! Leon, Juli und Mathilda waren fasziniert. Wir erreichten das Dorf Cachi, einen für mich sehr besonderen Ort, da ich seit meiner Kindheit dort mit meiner Familie Urlaub mache. Ein kleines Dorf, hoch in den Bergen, ruhig und mit einem wunderbaren Nachthimmel. Wir haben ein Zimmer in eines sehr schönes Hüte «La casa de Vero» gemittet, die von ein Gutes Freund von mir ist.

Beim Spazierengehen und Mate-Trinken auf der zentralen Plaza in Cachi verliebten wir uns alle in einen kleinen Hund, der uns gefolgt war. Wir adoptierten ihn spontan als unseren «Buddy». Doch später waren wir sehr traurig, als der Hund weglief und nicht wieder zurückkam.

In den kleinen Dörfern im Norden Argentiniens ist es normal, Straßenhunde zu sehen. Sie leben einfach auf Spielplätzen, und die Nachbarn versorgen sie mit Futter und Wasser. Sie gehören zur Straße, werden aber von den Menschen liebevoll betreut.

Danach fuhren wir weiter zur «Laguna de Brealito». Die Lagune liegt auf 2700 m über dem Meeresspiegel. In ihrer Umgebung gibt es zahlreiche Felsmalereien, und sie ist Teil der Valles Calchaquíes sowie ihrer touristischen Routen. Die Lagune beeindruckt durch die Besonderheit, eine große Ansammlung von Wasser in einer Region mit wenig Niederschlag und saisonalen Flüssen zu sein. Vulkanischen Ursprungs beherbergt sie eine große Vielfalt an Fauna, insbesondere Vögel.

Cachi hat sogar einen „Alienflughafen“, der von einem Schweizer gebaut wurde, um Außerirdische nach Cachi einzuladen. Eine der Atraktionen von Cachi. Leon hat mit seiner Drone einige ganz coole Bilder von der «Flughafen»

Die Wanderungen, das köstliche Essen und der Nachthimmel haben uns begeistert. Danach verbrachten wir die Nacht in Molinos, einem weiteren kleinen Dorf. Doch bevor wir dort ankamen, machten wir eine Pause und aßen an einem Fluss – ein magischer Moment.

Dort haben wir mit unserem «Gaskocher» gekocht, den Karel (Leons Mutter’s Freund) uns geschenkt hat. Er hat hervorragend funktioniert! Wir haben richtig gutes veganes Essen zubereitet, direkt neben einem schönen Bach. Wir genossen die Wärme und die Natur in vollen Zügen.

Unsere 3 Tage roadtrip endet richtung Salta wieder. Die wunderschöne Landschaften, Bergen, Freundaschften, Mate und leckeres Essen waren immer dabei.

Und ein kleines Video nur von einer die Wunderschone verschidenen landschaften die wir gesehen haben..

Aber der Abend war noch lange nicht vorbei! Zurück in Salta mussten wir uns schnell duschen und uns für unseren nächsten Plan fertig machen. Mein Freund Pablito und seine Band «Hambre» hatten einen Auftritt in einer Bar. Natürlich mussten wir hingehen, um zu tanzen und sie lautstark zu unterstützen. Die Band «Hambre» hat ihren eigenen performativen Stil mit selbstgeschriebenen Texten, die aktivistisch geprägt sind und das kapitalistische System sowie die lokale Politik kritisch hinterfragen.

Nach dem Konzert hätten wir nie gedacht, dass wir zu lateinamerikanischer Musik tanzen würden, begleitet von ein paar Bierchen. Der Abend endete schließlich bei einem After in der Wohnung meines Freundes Matuca – bis 6:30 Uhr morgens! Leon holte sogar seinen USB-Stick heraus und legte Musik auf. Wir erlebten den Sonnenaufgang zu den Klängen von Psytrance.

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